Ankunft in Japan

Jetzt gerade sind meine ersten 24 Stunden in Japan rum, Zeit für ein paar erste Bilder. Wie immer ist auch schon wieder viel passiert in der kurzen Zeit. Hangeln wir uns am besten an den Handyfotos entlang:

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Damit man auch nach 11,5 Stunden im Flugzeug auch ja weiß, wo man denn eigentlich gerade gelandet ist, dieser freundliche Hinweis. Man bekommt bei Einreise direkt ein 90-Tage Visum, muss aber dafür ein Foto und Fingerabdrücke dalassen.

Auf Anraten von Freunden habe ich mir eine Wochenkarte für die Züge hier gekauft: 7 Tage unbegrenzte Fahrten mit Japan Rail, inklusive einiger Stadtlinien und auch dem Narita Express, der den Flughafen in Narita mit Tokyo verbindet. Wir hatten etwas Verspätung, dadurch habe ich es am ersten Abend nicht mehr in die Stadt geschafft, sondern nur noch mit der Bummelbahn zu Narita, wo gleich die erste Übernachtung geplant war. (Ortszeit war schon 22 Uhr)

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Narita ist so ein Vorort von Tokyo, deutlich günstiger da zu übernachten und auch nur 10 Min. vom Flughafen entfernt. Die erste Aufgabe war: Ohne Google Maps zum Hotel zu finden. Das war zum Glück ein großes Gebäude und ich konnte es von der Station schon aus sehen. Dank Dunkelheit und Müdigkeit habe ich allerdings bei weitem nicht den kürzesten Weg genommen. Heute morgen habe ich gesehen, dass direkt neben dem Hotel eine Fußgängerbrücke zum Bahnhof führt. Praktisch!

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Aber so konnte ich immerhin schon mal einen ersten Eindruck bekommen. Bei den Bahnhöfen ist eigentlich das meiste auch auf English (oder zumindest in für mich lesbaren Schriftzeichen) abgedruckt, im Hotel ist das aber schon gar nicht mehr so selbstverständlich. An den Preisen und den Uhrzeiten kann man sich ja aber eigentlich denken, dass es hier um die Essenszeiten im Hotel geht … Nur so ein klarer Kontext ist ja nicht überall da.

Favorites - 4 of 14Man hört ja viel über Toiletten in Japan. Hier ist die Bedienungsanleitung von der im Hotel. Man beachte, wie in einem Auto der gehobenen Mittelklasse ist auch hier der Sitz beheizbar. Nicht unbedingt die schlechteste Idee für den Winter? Den Rest habe ich mich noch nicht getraut auszuprobieren.

Favorites - 5 of 14Der Ausblick aus dem Fenster direkt nach dem Aufwachen. Schon ein anderer Ausblick, aber kein so dramatischer Unterschied. Etwas dicht und ich kann nichts lesen.

Favorites - 6 of 14Weil ich an dem lokalen Bahnhof in Narita keinen Zug nach Tokyo gefunden habe (die gingen alle nur nach Chibu, noch ein Vorort von Tokyo, nur etwas näher dran) bin ich einfach wieder die Bummelbahn zurück zum Flughafen gefahren (ist ja alles im Wochenticket mit drin) und habe von da den Direktzug in die Stadt genommen. Überall werben sie damit, dass es WLAN gibt, aber dass es was kostet sagen sie nie. Pah. Im Ticketoffice am Flughafen kann man sich dann auch kostenlos Sitzplätze reservieren lassen, wenn man seinen Rail Pass vorzeigt. Der Plan für heute war direkt nach Hiroshima (richtige Betonung: Hiro-shima, nicht Hiroschi-ma – habe ich also bisher immer falsch ausgesprochen).

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In der Shinagawa Station in Tokyo angekommen war ich direkt in der Rushhour. Unendliche Massen an Menschen strömten von den Gleisen zum Ausgang hin. Nach einem kurzen Umgucken habe ich es sofort aufgegeben in der kurzen Zeit (30 Min. ….) mein Gleis auf eigene Faust zu finden, also bin ich zum Info-Schalter. Dafür musste ich mich einmal durch diese Menschenmasse boxen. Dank einem Jahr täglicher Fahrten im Londoner Underground gelang mir das aber ganz gut, hehe.

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Die Bahnhöfe sind ziemlich gut organisiert in Japan. Man weiß genau wo sein Wagen halten wird und auf dem Boden sind Markierungen, wo man sich für seinen Wagen anzustellen hat. Das wird auch durchaus befolgt. Die Züge halten allerdings immer nur ein paar Minuten, also keine Zeit mit Getränkeglücksspiel verlieren (Getränkeglücksspiel: Wegen der Massen an Kleingeld wollte ich ein paar Münzen an einem Automaten gegen ein Getränk austauschen. Ich hab einfach irgendwas genommen, ohne zu wissen, was es sein wird. Steht leider nur auf Japanisch drauf. Bisher hatte ich: grünen Tee mit Zitrone – lecker. Und schwarzen Kaffee – und der war sogar heiß!)
Favorites - 9 of 14In Richtung Süden ging es vorbei an Mount Fuji.

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Zwischendrin mal einen kurzen Abstecher in eine Schneelandschaft. Dort hatte der Zug dann auch minimal Verspätung, ein paar Minuten aber nur. Haben sich zig-mal dafür entschuldigt. Favorites - 11 of 14So sahen die Züge heute aus. Sie heißen Shinkansen – Bullettrain. Sie beschleunigen und fahren auch generell sehr schnell. 811km Strecke zwischen Tokyo und Hiroshima kann man in 4 Stunden schaffen, wenn man die Direktverbindung nimmt.

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Dieses Gebäude (normalerweise ohne Gerüst) steht in der Mitte der Stadt und hier ist im August 1945 in 600 Meter Höhe die erste Atombombe detoniert. Viele Gebäude in Japan waren zu der Zeit durch die ständige Gefahr von Erdbeben schon sehr stabil gebaut, was erklärt, warum überhaupt noch etwas davon übrig blieb.

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Zu dieser Statue gibt es eine Geschichte im Reiseführer: Ein kleines Mädchen wurde nach dem Abwurf der Bombe krank und sagte, wenn ich nur genügend Papierfalter bastel, dann werde ich wieder gesund. Das wurde sie leider nicht, aber japanische Schulkinder schicken jetzt in Gedenken an sie viele dieser Papierfalter.

Favorites - 14 of 14Unter diesem Gebilde sind die Namen all derer verewigt, die durch die Bombe ihr Leben verloren haben. Es bildet mit der Friedensflamme und dem Gebäude von oben eine Linie.

ff

Die Friedensflamme brennt seit 1964 durchgängig und soll solange brennen, bis alle Atomwaffen vernichtet wurden und die Welt frei von der Gefahr der atomaren Vernichtung ist. (Heute ist übrigens Jahrestag der Katastrophe von Fukushima von vor vier Jahren, daher hingen alle Flaggen heute auf Halbmast.)

Der Plan für morgen: Kyoto.